„Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit“. Hebr. 13, 8
Liebe Geschwister und Freunde!
Am
Anfang eines neuen Jahres fragen sich viele Menschen wie gewohnt, was
denn nun alles auf uns zukommen mag. Die einen entwickeln dabei eine
mehr optimistische Sichtweise, während andere sich mehr von einer
pessimistischen Sicht der Dinge leiten lassen. Wie auch immer, so ganz
sicher kann sich niemand sein. Denn wer kann schon in die Zukunft
schauen? Es bleibt doch bei Wahrscheinlichkeiten oder Vermutungen. Da
ist es sehr wohltuend, dass uns Gottes Wort eine Gewißheit vermittelt,
die von den einzelnen Ereignissen, die uns begegnen werden, vollkommen
unabhängig ist, eine Gewißheit, die ihren Grund im unveränderlichen
Wesen Gottes hat und uns unendlich froh und zuversichtlich machen kann. Zu
allen Zeiten konnten sich Männer und Frauen des Glaubens darauf
verlassen, dass es bei Gott, wie Jakobus schreibt, „keine Veränderung
gibt noch Wechsel von Licht und Finsternis“ (Jak. 1, 17). Wir wollen hören, was einer unserer Glaubensväter, der gesegnete Erweckungsprediger C. O. Rosenius zu unserem Textwort schreibt: „Es
ist ein großer Trost in allen Veränderungen und Wechseln der Zeit, dass
Christus noch lebt und derselbe ist gestern und heute und auch in
Ewigkeit! Dann wird allem abgeholfen und alles gut werden können. Was
wäre auch bei einem Jahreswechsel für die Christen, denen Christus
alles in allem ist, tröstlicher, was wäre geeigneter, ihre Losung zu
sein, als dies: 'Jesus Christus gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit'? Ihr,
die ihr Christus kennt, die ihr erfahren habt, wie gut der Herr ist,
wie groß Er an Gnade und Barmherzigkeit ist, wie treu und mächtig, in
allen Dingen zu helfen – bedenkt, dass Er heute noch ebenso ist wie zu
allen Zeiten, heute wie gestern, dieses Jahr wie im vergangenen, und
derselbe auch in Ewigkeit. Er kann sich unmöglich ändern. Er ist der
„Ewig-Vater“, Er ist durchaus unwandelbar, unter allen Wechseln der
Zeit derselbe. Nur in uns, in unseren Gefühlen, Gedanken und
Empfindungen gehen Wechsel und Veränderungen vor. Aber Christus ist
unverändert. Lassen wir uns z.B. daran erinnern, wie Er uns die
Sünden ganz unverdient vergeben, wie Er uns als ganz Gottlose aus
lauter Gnade durch Sein eigenes Verdienst gerecht gemacht hat. Dasselbe
tut Er noch alle Tage. Wie Er uns getröstet hat, als wir nicht wert
waren, getröstet zu werden, sondern eher verdient hätten, gestraft und
verworfen zu werden, so will er uns ebenso unverdient noch heute
trösten. Wenn wir uns entsinnen, dass Er uns jeweils aus Not, aus
Sünden und Versuchungen erlöst hat, wenn wir selbst nicht die geringste
Kraft hatten, uns davon zu befreien, so wissen wir, dass Er zu Seiner
Zeit noch dasselbe tun will und kann. Solchen Trost haben wir aber
nicht nur aus unserer eigenen beschränkten Erfahrung. Seit der
Erschaffung der Welt geht durch alle Jahrhunderte hindurch dieselbe
Erfahrung der Gnade und der Kraft unseres Herrn Jesus Christus. Wenn
wir sehen, wie Er trotz der Schwachheiten seiner Jünger nie ermüdete,
sie zwar unausgesetzt strafte und zurechtwies, sie aber nie verwarf,
dann wissen wir, dass Er auch unser nie müde werden wird. Und wenn wir
sehen, wie bereitwillig Er war, Gebete zu erhören, auch wenn ein Gebet
so kurz war, dass es nur in dem Berühren Seiner Kleidung bestand, dann
wissen wir, dass Er es auch heute noch ebenso tut. Denn bei allem
sollen wir bedenken, dass Christus noch heute ganz derselbe ist. - "Jesus Christus, gestern und heute, und derselbe auch in Ewigkeit!" Dies ist ein unbeschreiblich großer Trost und eine feste Burg.“ (aus: „Dein Wort erquickt mich“; Lutherischer Missionsverein).
In solcher Gewißheit gehen wir in das Jahr 2012, ungeachtet dessen, was kommen wird.
Herzliche Grüße und Segenswünsche für das Neue Jahr,
Ihr Werner Küch |